Entdecken, Erforschen, Erfinden

Die Kinder beschäftigen sich im Natur- und Waldkindergarten überwiegend mit den Naturmaterialien, die sie in Wald, Feld und Flur finden. Sie bauen daraus Spielzeug und fertigen Werkzeug an. Sie erschaffen eigene Spielwelten. Naturgegenstände verwandeln sich spielerisch in Kultur- und Naturobjekte. Ein Stein wird Auto, Käfer, oder Handy. Ein Ast erhält Zauberkraft und wird als Schutz mit auf die Abenteuerreise genommen. Blätter werden untersucht, nach Farben aufgereiht, Eicheln werden gegen Kastanien getauscht. Auf dem Boden entstehen plastische und gezeichnete Bilder. Pilze werden betrachtet und ein toter Vogel begraben.

Der Natur- und Waldkindergarten ist ein Kindergarten wie jeder andere auch. Die pädagogische Arbeit findet hier allerdings auf anderen Wegen und mit anderen Mitteln statt. Die Natur stellt zum Lernen unzählige Inhalte, Objekte und Materialien kostenlos zur Verfügung. Farben, Formen, Zahlen und Buchstaben finden sich auch in der Natur. Den Kindern stehen nach Bedarf Scheren, Stift, Farben, Papier, Werkszeug, Musikinstrumente und Bücher zur Verfügung. Materialien wie Lupe, Mikroskop, Laptop, CD-Player kommen erst in zweiter Linie zum Einsatz.

Verschiedene wissenschaftliche Arbeiten und Untersuchungen sowie laufende Rückmeldungen aus Schulen zeigen, dass Natur- und Waldkindergartenkinder hervorragend auf den Lebensabschnitt „Schule“ vorbereitet werden. Die Natur- und Waldkindergärten bieten beste Vorraussetzungen, um die wachsenden Herausforderungen des Lebens zu bestehen.

 

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