Schleswig-Holsteins Natur- und Waldkindergärten sind in Gefahr!

„Kitareform 2020“ in Schleswig-Holstein Stellungnahme des BvNW


Text und Bilder: Melissa Jahn (mej)

Was ist ein Natur- oder Waldkindergarten

Jeden Tag draußen unterwegs, egal, ob es regnet, schneit oder ob die Sonne vom Himmel brennt: Natur- und Walkindergärten arbeiten nach dem Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“. Sie erfreuen sich immer größerer Beliebtheit bei Eltern, die ihren Kindern ein Spielen und Lernen im Einklang mit der Natur ermöglichen möchten.

Warum Natur- und Waldkindergärten?

Der junge Mensch braucht seinesgleichen – nämlich Tiere, überhaupt Elementares: Wasser, Dreck, Gebüsche, Spielraum. Man kann ihn auch ohne dies alles aufwachsen lassen, mit Stofftieren, Teppichen, auf asphaltierten Straßen und Höfen. Er überlebt es, doch man soll sich dann nicht wundern, wenn er später bestimmte soziale Grundleistungen nicht lernt.

Von Skandinavien nach Deutschland

In Schweden entstand bereits Ende des 19. Jahrhunderts eine Naturpädagogik-Bewegung, die Aktivitäten für alle Altersgruppen anbot. Aus dieser Bewegung entstanden Mitte des 20 Jahrhunderts die ersten Kleinkindgruppen, 1984 wurde der erste schwedische Waldkindergarten eröffnet.